Aktuelles vom Imkerverein Wiesbaden

Im Fokus: Ausbildung und Blühwiesen

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Imkerverein Wiesbaden weiter im Aufwind

Eine durchweg positive Bilanz konnte der Imkerverein Wiesbaden in seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung ziehen. Nach wie vor ist das Interesse, sich mit Bienen und Bestäuberinsekten zu befassen, groß; Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich die Zahl der Vereinsmitglieder nahezu verdoppelt. Rund 240 Imkerinnen und Imker pflegen im Stadtgebiet Wiesbaden deutlich mehr als 1.000 Bienenvölker. Sie tragen damit ganz wesentlich zu einem guten und qualitativ hochwertigen Ertrag auf heimischen Feldern bei.

In seinem Jahresbericht ging der 2. Vorsitzende des Vereins, David Richter, auf die zahlreichen Aktivitäten des Imkervereins Wiesbaden ein. Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit liege nach wie vor auf der Schulung von an der Bienenhaltung Interessierten und der Verbesserung der Lebensbedingungen der Bestäuberinsekten.

Deshalb sei im vergangenen Jahr der Bienenpark in Aukamm zu einem gut ausgestatteten Ausbildungszentrum ausgebaut worden, in dem sowohl die theoretische als auch die praktische Arbeit unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden kann. Auch im Namen des 1. Vorsitzenden, Siggi Schneider, der leider wegen eines Krankenhausaufenthaltes verhindert war, dankte der dem Umweltdezernat der Stadt Wiesbaden und den zahlreichen Sponsoren für die großartige finanzielle Unterstützung.

Neben der Aus- und Weiterbildung der Imkerinnen und Imker engagiert sich der Verein für eine deutliche Verbesserung der Biodiversität innerhalb des Stadtgebietes. Wesentliches Instrument hierfür sei die Aktion „Wiesbaden summt!“, die im letzten Jahr zusammen mit dem Grünflächenamt initiiert wurde und bei der mehr als 4.000 Quadratmeter artenarmer Rasenflächen in blühende Areale umgewandelt worden sind. Dabei bereiteten die Gärtner des Amtes die Flächen vor, damit sie anschließend von Mitgliedern des Imkervereins, der auch den Samen stellte, mit heimischen Blütenpflanzen eingesät werden konnten.

Auch in diesem Jahr wird die Aktion „Wiesbaden summt!“ fortgesetzt werden. Besonders effektiv sei auch die Zusammenarbeit mit der Hegegemeinschaft Wiesbaden-Ost, auf deren Initiative in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten mehrere Hektar Blüh- und Äsungsflächen angelegt werden. „Unser Ziel ist es, für die Aktion „Wiesbaden summt!“ weitere Partner zu finden. Wir denken dabei an Kleingartenvereine, Gärtnereien aber auch Privatpersonen, die sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen einsetzten wollen“, betonte Richter.

Lob gab es seitens der Versammlung für die zahlreichen Kinder- und Jugendprojekte. Mehrere Imker ermöglichen Schulen einen Besuch auf ihrem Bienenstand und damit einen Einblick in das geheimnisvolle Leben der fleißigen Honigsammlerinnen. Bereits im dritten Jahr läuft das Projekt „Bienen im Klassenzimmer“ an der Delkenheimer Karl-Gärtner-Schule, in dem sich Drittklässler das Klassenzimmer mit einigen tausend Bienen teilen und das spannende Fach „Bienenkunde“ fester Bestandteil des Unterrichts ist.