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"Wiesbadener Honig 2019" - Geschmack der ganzen Stadt

28.11.19 Wer hat den besten Honig des Jahres 2019 im Glas? Dieser Frage ging der Imkerverein Wiesbaden bei seiner außerordentlich gut besuchten Jahresabschlussfeier im Rahmen einer Blindverkostung nach. Am Start 25 Honige aus dem Gebiet der hessischen Landeshauptstadt. In der Kategorie "Frühjahrshonig" konnte Mathias Schlegel den ersten Platz belegen. Mit der gleichen Punktzahl belegten auch Sabine und Jörg Rapp Platz eins, gefolgt von Elke und Jens Gärtner. Groß war das Angebot an Sommerhonigen. Hier konnte Roland Kolb mit seinem Honig unangefochten den ersten Preis für sich verbuchen. Manfred Hirt, Stefan Wander und Martina Settelmeier lagen punktgleich auf Platz zwei und auf Platz drei punkteten Susanne Tittmann und David Richter. Jürgen Vorbeck hatte den geschmacklich besten Honig in der Kategorie "Spättracht". Ihm folgten Waldemar Barbe und Günther Kusterer auf Platz zwei und drei.

25 Honiggläser auf einem Tisch – alle mit einer neutralen Banderole versehen, so dass der Lieferant nicht ersichtlich war. Beim diesjährigen Jahresabschluss des Imkervereins Wiesbaden stellten sich die mehr als 40 Besucher einer gemeinsamen Aufgabe: Den besten Wiesbadener Honig zu küren.

Wahrlich kein leichter Job, denn die Blindverkostung erforderte von den Juroren ganze Aufmerksamkeit. Schließlich galt es, die feinen Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten nicht nur zu erschmecken, sondern auch auf Farbe, Geruch  und Konsistenz zu achten. Wie fühlt sich der Honig auf der Zunge an? Ist er cremig oder spürt man deutlich Zuckerkristalle? Wie läuft flüssiger Honig vom Spatel – langsam oder schnell, was einen Hinweis auf den Wassergehalt gibt? Schmeckt man einzelne Blüten- oder Pflanzenarten heraus? Sind Säure und Süße in einem harmonischen Gleichgewicht?

Angeliefert wurden deutlich mehr Sommer- als Frühjahrshonige. Das spiegelte auch das Bienenjahr wider, das von den Wetterkapriolen dieses Jahres geprägt wurde: Der starke Wintereinbruch Ende März hatte bei vielen Völkern zu einer deutlichen Brutlücke geführt, weil viele Königinnen die Eiablage eingestellt oder deutlich reduziert hatten. Die Folge: Die Völker waren teilweise zu Beginn der dann rasant ablaufenden Obst- und Rapsblüte nicht stark genug, um für eine gute Ente ausreichend Nektar einzutragen. Dafür sorgte der heiße Sommer mit seinen geringen Niederschlägen für eine so gute Baumtracht, wie sie in den vergangenen Jahren kaum festgestellt werden konnte.

Vor allem die malzigen, hoch aromatisch schmeckenden Sommerhonige gefielen den Testerinnen und Testern besonders gut. Sie zeigten einen äußerst niedrigen Wassergehalt – Zeichen dafür, dass diese Honige absolute Premium-Qualität haben. Deutlich waren Linde und Kastanie heraus zu schmecken. Aber auch die fruchtigen cremigen Frühjahrshonige gefielen sehr.

Die Auswertung der Testbögen zeigte deutlich, von welch hervorragender Qualität und Vielfalt Wiesbadener Imkerhonig ist. Alle Bewertungen bewegten sich auf höchsten Niveau in einem sehr engen Raster ohne Ausreißer nach unten.

Prämiert wurden die ersten zehn Honige mit Gutscheinen des Stammlokals „Maestral“ und mit Imkereigerätschaften. Die Proben wurden dem Verein zur Verfügung gestellt, der bei seinen nächsten öffentlichen Veranstaltungen und Führungen den Besucherinnen und Besuchern bei Honigproben Gelegenheit geben wird, sich selbst ein Bild zu machen können, warum es heißt: „Heimischer Honig – der ganze Geschmack von Wiesbaden!“